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 Klatsch und Tratsch
Gründwalder Drama
Dreieich, den 05.04.2001

Wie schnell es mit einem Verein bergab gegen kann, zeigt das Drama um den Erstligisten Grünwald Jesters, das sogar die Süddeutsche Zeitung zu einem längeren Artikel verleitete. Laßt uns das eine Mahnung sein und alles dafür tun, dass uns sowas nie passiert. Und lest mal den angefügten Artikel aus der Süddeutschen.

Süddeutsche Zeitung vom 5.4. Sport

Stille im Kindergarten
Erstligist Jesters war Grünwald zu laut ? und hat aufgegeben


Vielleicht hat es in Grünwald fast niemand bemerkt. Niemand, außer den Anwohnern der ehemaligen Sportschule, die jetzt an Sonntagen öfters ihre Ruhe haben.
Die Baseball-Bundesliga hat ohne die Jesters begonnen. Dabei war dem Team noch im Spätsommer in der Relegation der Klassenerhalt gelungen. Jetzt ist es
verschwunden aus allen Verzeichnissen, aus dem Internet und vom Grünwalder Baseballcourt. Warum verschwindet eine Erstligamannschaft?

Der einfachste Grund: Es waren keine Spieler mehr da. Abgewandert zur bayerischen Spitzenmannschaft Regensburg Legionäre, zum Zweitligisten Haar oder in
die Bayernliga zu den Munich Ambassadors. "Für eine Bundesligasaison braucht man mindestens 13 Spieler", sagt Istvan Podmaniczky. Doch nach der letzten
Spielzeit blieben nur noch er, Stefan Lix und Heinz Reim übrig. Die Abmeldung sei die logische Konsequenz dieser Entwicklung gewesen.

Andere, etwa der ehemalige Jesters-Pitcher Alex Osterloh, suchen tiefer liegende Gründe für die Selbstauflösung der Mannschaft. "Spieler wechseln entweder, um
sich zu verbessern", sagt Osterloh, "oder aus Frust über die Strukturen." Der Eindruck drängte sich auf, dass einen Baseball-Erstligisten in Grünwald niemand wirklich
haben wollte: Der Verein TSV Grünwald nicht, die Gemeinde nicht, und die Nachbarn gleich gar nicht.

Der Nobelvorort Grünwald braucht keinen Spitzensport als Aushängeschild. Grünwald braucht zufriedene Haus- und Villenbesitzer. Und die beschwerten sich
regelmäßig über den Lärm, der Sonntags vom Baseball-Court zu ihnen herüberdrang. "Wir hatten immer doppelt zu kämpfen", erinnert sich der ehemalige
Jesters-Pitcher Frank Beer, "einmal, dass überhaupt Zuschauer kamen, und wenn sie dann da waren, dass sie nicht zu laut wurden." Für eine Sportveranstaltung
eine reichlich absurde Situation.

Fatal wurde sie für die Jesters aber auch, weil Leisesein im Baseball Geld kostet. Denn um ein bisschen American Feeling auf den Bundesligaplätzen zum
Standard zu machen, müssen alle Klubs bei Heimpartien Musik einspielen, muss ein Stadionsprecher die Teams anfeuern und am Spielfeldrand mindestens eine
Hamburger-Party stattfinden. Wer diese Verbandsvorgaben nicht erfüllt, zahlt Strafe. Und diese Strafe wiederum schmerzt doppelt, weil man ohne
Hamburger-Partys weniger Geld einnimmt.

So haben sportliche Pleiten letztendlich immer auch einen finanziellen Hintergrund. "In dieser Beziehung war das in Grünwald alles ein riesengroßer
Kindergarten", sagt Alex Osterloh, der jetzt zusammen mit dem bisherigen Jesters-Trainer Dan Blednick in Regensburg spielt. Die Sponsorensuche habe die
Baseball-Abteilung immer über den TSV abwickeln müssen, der habe sich aber nur für Breitensport interessiert. Aus Rücksicht auf einen Gastronomiebetrieb habe
man auf dem Baseball-Platz keine Speisen verkaufen dürfen. Kurz: Man habe die Jesters kein Geld verdienen lassen und sich gleichzeitig über ihre hohen Kosten
beklagt. Assoziationen zum Teamnamen ? Jesters heißt auf deutsch Hofnarren ? weist Osterloh aber zurück. Baseball sei in Grünwald außer den Spielern einfach
nur niemandem wichtig gewesen.

Dabei las sich die Geschichte der Jesters bis vor Kurzem noch wie das Drehbuch zu einen klischeebeladenen Hollywoodfilm. Ein paar Jugendliche kamen 1990
von Reisen in die USA zurück, angesteckt von der Faszination des amerikanischen Nationalsports. Mit Zeitungen als Bases verwandelten sie eine Wiese in ein
Baseballfeld. Sie meldeten für die Landesliga und lernten dort aus ihren Niederlagen, wie man siegt. 1991 stiegen sie in die Bayernliga auf, zwei Jahre später in
die Zweite Bundesliga. Erfolg macht attraktiv ? 1996 übernahm man fast die ganze Manschaft des Liga-Konkurrenten Munich Brewers. Mit den besten Baseballern
der beiden zusammengelegten Mannschaften gelang dann der Aufstieg ganz nach oben.

Jetzt sind die Jesters wieder ganz unten, haben sich in der Bezirksliga angemeldet. Keine Stadionsprecher, keine Musik, keine Hamburger-Partys. Verein,
Gemeinde und Nachbarn müssen eigentlich nur noch eines fürchten: den Wiederaufstieg.

Claudio Catuogno

27.08.2017
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