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Die Anfänge des Softball in Dreieich
Dreieich, den 11.05.2002

Ich habe wieder ein bischen in der Vultures-Nostalgiekiste gegraben und dabei bin ich auf diesen Artikel von unserer damaligen Pressewartin Katja Rauch in der 1997er Vereinszeitung gestoßen. Nach dem heutige Bundesligadoppelsieg lohnt es sich mal einen Blick auf die Anfänge des Teams zu werfen!

Erik

Intro

Spätestens nach 100 Jahren Olympischer Spiele der Neuzeit hat sich Sport bis heute als ein bedeutendes Medium für die Völkerverständigung und den grenzüberschreitenden kulturellen Austausch etabliert.
Auch Europa und Nordamerika sind im Zuge der globalisierenden Wirkung des Sportes ein Stück näher zusammengerückt, als Mitte der 80er Jahre in der alten Welt das Interesse an den realtiv jungen „American Sports“ Football und Baseball erwachte.

Im Zuge dieser Entwicklung haben 1994 in Dreieich und Umgebung einige junge Frauen das Softball-Spielen für sich entdecken können.

Hartnäckigen Vorurteilen zum Trotz handelt es sich dabei nicht etwa - wie oft von Außenstehenden vermutet - um das dem Tennis nachempfundene Schläger-Spiel mit dem weichen Schaumgummiball.


Eine kurze Chronik

Softball, früher auch Ladies-Baseball genannt, ist eine abgewandelte Form des Baseball, die sich aus dem 1887 in Chicago eingeführten Hallen-Baseball entwickelt hat und sich seit den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts in Verbänden zu organisieren und zu verbreiten begann.

Seit 1933 werden regelmäßig Weltmeisterschaften für Männer und Frauen ausgetragen. Im Jahre 1934 wurde die Amateur Softball Association gegründet, die zum ersten Mal verbindliche Regeln schuf. Ihr folgte im Jahre 1953 die International Softball Federation (ISF) als Internationale Dachorganisation, die ihren Sitz bis heute in Oklahoma City (USA) hat. Seit Gründung der ISF wurden allein 64 nationale Mitgliedsverbände ins Leben gerufen. Die ISF führt heute WM und EM für Damen und WM für Herren durch.

Softball erfreut sich mittlerweile aber auch in England, Australien, Südamerika und Japan größter Beliebtheit und wird dort von Jungen und Mädchen ebenso wie von Männern und Frauen betrieben. In Deutschland wird Softball allerdings in organisierter Form nur von Frauen gespielt.

Softball vs. Baseball - Wer kennt denn schon den Unterschied ?

Technik, Taktik und Regeln des Spiels entsprechen weitgehend denen im Baseball.
Ebenso wie beim Baseball treten für jede Mannschaft 9 SpielerInnen an.
Das Spielfeld ist mit einer Seitenlänge des Softball-Quadrats von 18,29 m (Abstand vom Wurf- (Pitcher´s Plate) zum Schlagmal (Batters Box) 14 m für Herren, 12 m für Damen) etwas kleiner.
Auch die Spielgeräte sind annähernd identisch. Das „Schlagholz“, das heute entgegen der ursprünglichen Namensgebung in aller Regel aus Aluminium (Carbon- und Graphit-Schläger sind aus Kostengründen eher selten im Ausrüstungs-fundus der Vereine zu finden) gefertigt wird, ist zwar etwas kleiner und leichter, dafür ist der Softball mit einem Gewicht von ca. 180 g und mit einem Umfang von 30 cm schwerer und größer als der Baseball. Von der Grundsubstanz her unterscheiden sich Base- und Softball jedoch nicht. Beide bestehen im Kern aus einer Mischung von Kork und Hartgummi. Dieser Kern ist fest mit Garn umwickelt und steckt gewöhnlich in einer vernähten Lederhülle.

Eine wichtige Abweichung besteht allerdings in der Tatsache, daß ein Softball-Spiel nur 7 Durchgänge (innings) umfaßt anstatt 9 wie beim Baseball.

Auch ist der Charakter des ehemaligen Ladies-Baseball von etwas defensiverer Natur, was unter anderem daran liegt, daß im Gegensatz zum Baseball der Werfer (pitcher) den Ball nicht von oben über Kopf wirft sondern eine Art „Kegelwurf“ (underhand pitch) anwendet. Das Handgelenk darf dabei, wenn es unter Hüfthöhe ist, nicht weiter vom Körper entfernt sein als der Ellenbogen.
Diese Wurfart ermöglicht eine höhere Trefferquote auf Seiten der Schlagmänner/-frauen, weshalb es häufiger zu Aktionen im Feld kommt. Auch wird der Ball selten über das Outfield hinausgeschlagen, wodurch die Defensivspieler besonders gefordert werden.
Es gibt noch weitere geringe Abweichungen vom Baseball, die dem Spiel aber im Grunde keinen anderen Charakter geben.


Die Entdeckung des Team-Spirit

Als es im Jahre 1994 für die Herren der Dreieich Vultures immer offensichtlicher geworden war, daß es in ihrem persönlichen Umfeld auch Frauen gab, die nichts dagegen hatten, ab und zu eine Metall-Keule zu schwingen und durch den Dreck von Base zu Base zu „sliden“, reifte in den Köpfen der männlichen Spieler die (nicht ganz uneigennützige) Idee, eine Damen-Mannschaft ins Leben zu rufen. Der ausschlaggebende Motivator für diese Initiative der Herren dürfte wohl auch deren Intention gewesen sein, vornehmlich ihre Freundinnen für den exotischen Sport zu begeistern und sodann aktiv ins Vereinsleben miteinzugliedern, damit in Zukunft lästige Nörgeleien entfielen, wenn „Mann“ sich am Wochenende lieber auf irgendwelchen „Ballgames“ herumtrieb, anstatt seine Freizeit der „Angetrauten“ zu widmen.

Worauf man sich da eingelassen hatte, war wohl zunächst keinem der Herren ganz klar. So schlug man sich zunächst mit der Frage herum, nach welchem Regelwerk und in welcher Liga die Damen spielen müßten: Würden sie (Frauen-) Baseball spielen oder etwa doch Softbal?

Im Frühjar 1994, nachdem die anfänglichen Unklarheiten über die zukünftige Spiel-Organisation aus dem Weg geräumt waren und die offizielle Bezeichnung der neuen weiblichen Vereins-Fraktion feststand, startete dann das Trainingsjahr, das sich vor allem durch eine hohe Fluktuation an Interessentinnen als auch durch überschwengliche Begeisterung bei den Herren für „ihr neues Damen-Team“ auszeichnete.

So schreckte „Mann“ auch nicht davor zurück bei jeder Gelegenheit, auf diversen Partys und in Discotheken die dort anwesenden Damen zu werben und zu beknien dem Team beizutreten. Einige hielten dies wohl für eine neue Anmache, andere erkannten jedoch, daß es den Vultures (unter anderem auch) ernst mit ihrer sportlichen „Mission“ war. So fanden sich letztendlich genug Damen ein, die bereit waren, das Abenteuer „B.C. Dreieich Vultures e.V.“ einzugehen und am Ball zu bleiben.

Im Laufe von 1994 mauserte sich die Trainingsgemeinschaft vom anfänglichen Plauderzirkel zu einem ehrgeizigen Team.
Zum Saison-Start 1995 hatte sich ein harter Kern etabliert und man stieg hoch motiviert in die Bezirksliga ein, um nun endlich zeigen zu können, was man gelernt und wofür man sich von seinen Trainern hatte über den Trainings-Platz hetzen lassen. Die Belohnung war ein 2. Platz am Saisonende und der Aufstieg in die nächst höhere Liga.

1996 konnte man sich dann in der neuen Verbandsliga mit einem dritten Platz behaupten. Nur die beiden Teams aus Frankfurt (Äpplers und Pirates) hatten mehr Glück und konnten den Titel unter sich ausmachen.

Das Spieljahr 1997 verspracht interessant zu werden, denn alle Damen waren zu Saisonbeginn hoch motiviert und die Weichen für eine weiteres erfolgreiches Softball-Jahr schienen gestellt zu sein.


1997: Eine Saison voller Aktionen und Hoffnung

Zum Einstimmen auf die neue Saison beteiligte sich das Softball-Team am 19.04.1997 an einer Promotion-Aktion der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau-Windecken. In lockerer Atmosphäre fand dort das erste (Freundschafts-)Spiel in 1997 gegen die Damen-Mannschaft der Friedberg Braves statt, das man mit einem überzeugenden Ergebnis für sich entschied. Im Anschluß engagierten sich Trainer und Spielerinnen noch bei einem Schnuppertraining für Neugierige, das regen Anklang bei den anwesenden Jugendlichen fand. Zum Dankeschön luden die Organisatoren und die Schulleitung in die eigens eingerichtete VIP-Lounge ein, um dem Softball-Team dort freie Getränke und kühlen Sekt als verdienten Lohn zu servieren. In der Tat mußte man sich dort auch zum ersten mal in der Historie des Dreieich Softball-Teams „kleinen Autogramm-Jägern“ stellen, was vielleicht die schönste Belohnung an diesem Tage war.

Zum saisonalen Auftaktspiel in der Verbandsliga am 26.04.1997 gegen die Gießen Busters mußte man dann leider eine Niederlage einstecken, nachdem die Buster Damen nach einem Punktegleichstand zum Spielende in der Verlängerung im 9. inning als erste den letzten und entscheidenden Punkt nach Hause holen konnten und so das Spiel mit einem 18:19 Punktestand für sich entschieden.

Dennoch waren im folgenden die Motivation und Spiellust ungebrochen und alles worauf man für die Saison ansonsten noch hoffte - außer einem Sieg - waren wie immer genug regenfreie Spiel-Tage und rege Publikumsunterstützung.
Das erste Softball-Liga-Heimspiel des Dreieicher Damenteams gegen Herkules Kassel am 04.05.1997 in Dreieichenhain wurde dann mit einem eindeutigen. 13:7 Sieg davongetragen.

In der Folge konnte man in 5 weiteren Liga-Spielen - teils knapp in einem Kopf an Kopf Rennen, teils mit erheblichen Punktevorsprung - über die Verbandsmannschaften der Gießen Busters, Kassel Herkules, Darmstadt Rockets und Frankfurt Pirates dominieren, so daß man schließlich den dritten Rang innerhalb der Verbandsliga bekleidete und mit einer Bilanz von 6:4 gewonnenen Spielen in die Playoffs einzog. Einzig die Frankfurt Äpplers konnten in keinem von drei Spielen bezwungen werden .

Da man am ersten Playoff-Wochenende (30./31.08.1997) jedoch nicht in Idealbesetzung antreten konnte, unterlagen die Dreieich Softball-Damen in zwei von drei Spielen den Gießen Busters und schieden somit im Halbfinale aus.

Für die Saison 1998 hat man sich erneut zum Ziel gesetzt den alten Angstgegner, die Frankfurt Äpplers zu schlagen und sich auch wieder am Hessenpokal zu beteiligen.

Nachschlag

Interessentinnen seien beruhigt, denn wie wir mittlerweile aus (oftmals „einschlägiger“) Erfahrung bestätigen können, so ist die weibliche Physiologie wahrhaft kein Handicap, um diese Sportart auszuüben.
Die spezielle Verletzbarkeit der weiblichen Brust ist zwar naturgegeben, hat sich jedoch in unserer dreijährigen Spielpraxis nie verwirklicht (Gäbe es sonst nicht auch spezielle Brust-Suspensorien zu erwerben?); ebensowenig kam es zu Gesichtsverletzungen mit der Beeinträchtigung weiblicher Schönheit; auch dieses Gesundheitsrisiko ist eine nahezu rein abstarkte Gefahr (ganz ehrlich: Aerobic und Fensterputzen ist gefährlicher). Was hingegen schon einmal vorkommen kann sind Bänderzerrungen oder Prellungen und natürlich ab und zu Muskelkater, aber selbst diese kleinen Unannehmlichkeiten sind bei anderen Sportarten weitaus häufiger und intensiver vertreten.

Also keine Angst und forsch voran: denn gute BallspielerInnen fallen nicht vom Himmel; die Eigenschaften, auf die es ankommt, wie Sprintfähigkeit, Kraft im Wurfarm und Treffsicherheit beim Schlag, sind erlernbar!
Wer sich in gewissem Umfange sportmotorisch-dynamische als auch technisch-taktische Fähigkeiten zutraut sollte einfach mal vorbeischauen.

Katja Rauch 1997

27.08.2017
Schüler - MAI (2:16)
KRI - Schüler (14:4)
02.09.2017
Juniorinnen - NKN (6:4)
HUN - Juniorinnen (10:9)
17.09.2017
GIE/KRI - Herren (6:3)
GIE/KRI - Herren (14:7)
01.10.2017
Damen - COR/KRZ (10:1)
Listinus Toplisten
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